EmsRadweg – Auf dem Weg zu einem Premium-Flussfernradweg: NRW als beliebte Reisedestination Deutschlands für Radtouristen

Wasser als Bestandteil der Natur übt auf viele eine besondere Anziehung und Faszination aus. Der Erlebniswert und die Erholungskraft von Meeren, Seen, Kanälen oder Flüssen ist immens.

Dies gilt einerseits für alle Varianten des Wassersports und des Schwimmens. Dies gilt aber genauso für die Aktivitäten an oder entlang dieser Gewässer. Insofern bergen sie aus der Perspektive wirtschaftlicher Überlegungen ein großes touristisches Potenzial.

In Hövelhof, einer nordrhein-westfälischen Gemeinde gelegen zwischen Bielefeld und Paderborn, hat man genau dies erkannt. In Kooperation mit den weiteren Emsanrainern möchte man die landschaftliche Schönheit entlang des Flusslaufs im Nordwestens NRWs besser vermarkten.

„Flussradwege haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren“, verdeutlicht Dr. Elke Appelbaum, die das Projekt koordiniert, die Beweggründe für die Arbeit der Projektpartner. „Dazu gehört auch der EmsRadweg, der von den Quellen bis zur Mündung der Ems in die Nordsee durch fünf verschiedene Tourismusregionen führt und die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen miteinander verbindet.“ Damit sich NRW hier als eine der führenden Reisedestinationen Deutschlands etabliert, soll der Radweg zwischen Hövelhof und Emden zu einem so genannten „Premium-Flussfernradweg“ weiterentwickelt werden.

Basierend auf ausführlichen Untersuchungen, zu denen Besucherbefragungen genauso gehörten wie eine Angebotsanalyse durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, wurde zu diesem Zweck ein umfangreiches integriertes Maßnahmenpaket erstellt. „Tragende Säulen der Projektumsetzung sollen die Bereiche Infrastruktur, Service und Marketing sein“, verrät Appelbaum die Schwerpunkte, von denen sie sich eine erhebliche Aufwertung der Regionen entlang des Flusses verspricht.

Genauso denkt auch die Landesregierung, die die Anstrengungen der Interessengemeinschaft fördert. Durch den Gewinn des Wettbewerbs „Erlebnis.NRW“ und die damit verbundene Summe von rund 1,5 Miollionen Euro aus dem NRW-EU Ziel2-Programm können der Ausbau von Rastplätzen und Fahrradboxen ebenso in Angriff genommen werden wie die Optimierung von Fahrradverleih- und Pannenservices oder die Professionalisierung der Vermarktung mittels Tour-Guides, Raderlebnistagen oder Messebeteiligungen. „Unser Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität und  -dauer der Radtouristen am EmsRadweg zu erhöhen, dies einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen und somit die touristische Wertschöpfung auszubauen“, so Freitag.

2012 soll daher eine Reihe von Informationsinstrumenten, darunter digitale Infopoints, die via Handy genutzt werden können, eine optimierte Beschilderung und ein hochwertiges Informationszentrum und eine Ems-Erlebniswelt an den Quellen der Ems, entstanden sein. Mit deren Hilfe soll an vielen Stellen ein Ein- und Ausstieg für den EmsRadweg gewährleistet werden. Als eine von vielen weiteren Maßnahmen soll auch der Gepäcktransport zwischen verschiedenen Orten entlang des 375 Kilometer langen Flusses ausgebaut werden.

„Radtouristen sollen sich bei uns einfach wohl fühlen und vermittelt bekommen, von Leuten betreut zu werden, denen das direkte und aus eigener Kraft erstrampelte Naturerlebnis ebenfalls viel Freude bereitet.“ Zudem weist Appelbaum noch auf eine geographische Besonderheit hin, die einen Aktivurlaub entlang der Ems vor allem für Familien attraktiv macht. „Während der kompletten Tour gibt es keinen Abschnitt, den man ernsthaft als Steigung bezeichnen könnte.“


Kontakt

Interessengemeinschaft EmsRadweg
Dr. Elke Appelbaum
Rathaus - Schloßstr. 14
33161 Hövelhof
www.emsradweg.de