Zentralbibliothek Mönchengladbach

Bibliothek des 21. Jahrhunderts

Die Stadtbibliothek Mönchengladbach wurde in den 1960er-Jahren als Zentralbibliothek konzipiert und galt bei ihrer Eröffnung 1964 als beispielhaft. Seit 2013 ist sie denkmalgeschützt und gilt – nicht zuletzt aufgrund ihres Standortes – als städtebaulich herausragend. Jetzt soll sie sich von einem Ort der reinen Medienausleihe zu einem öffentlichen Lernort, Vernetzungsraum und interkulturellen Treffpunkt weiterentwickeln. Der Schwerpunkt des Konzepts liegt dabei auf einer ausreichenden Fläche, einer hohen Aufenthaltsqualität und sowie auf einer attraktiven Architektur. Räumlich soll die Fläche von derzeit rund 1.500 Quadratmetern auf 3.000 verdoppelt werden.

Eine offene Bibliothek, ein hybrider Lernort, ein innovativer Vernetzungsraum, ein interkultureller Treffpunkt – das soll die Zentralbibliothek Mönchengladbach werden. Mit ihrer Sanierung und Modernisierung, gefördert mit Mitteln des EFRE, soll mit dem Projekt „Zentralbibliothek der Zukunft zb+“ das Potenzial als Lernort und Bildungspartner, Makerspace und Medienlabor, Informationsdienstleister und Wissensraum, Ort der Integration, Entspannung und Inspiration so weit wie möglich realisiert werden. Ziel ist eine geografisch-räumliche, zeitliche und konzeptionelle Öffnung der Bibliothek für das Quartier.

Als öffentlicher und auch am Wochenende offener Ort der Kultur soll die umgestaltete Zentralbibliothek von derzeit rund 1500 auf dann 3000 Quadratmeter Fläche wachsen – und Mönchengladbacher und Migranten, Einheimische und Zugezogene, Einzelne und Initiativen zu Austausch, Begegnung und Vernetzung einladen. Mit dem Mehr an Platz bietet sich zudem Raum für Kreativität, Mitgestaltung und Lernen.

Um einen niederschwelligen, unkommerziellen, integrativen und auf Partizipation ausgerichteten Quartiers-Treffpunkt zu schaffen, stehen die räumliche Erweiterung, eine zukunftsfähige Ausstattung, quantitativ und qualitativ ausreichend personelle Ressourcen sowie erweiterte Öffnungszeiten im Zentrum der Neukonzeption. Sie sind die Grundlagen, damit die Zentralbibliothek künftig von allen Generationen aus allen Milieus genutzt werden kann. In diesem Sinne ist sie auch eine Art sowohl ein Akku für die Stadt und für das Quartier: ein Speicher von Wissen und Praxis und ein Generator, der Ideen erzeugt und Energie für Veränderung und Entwicklung bereitstellt.

Um als „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“ zur nachhaltigen Stabilisierung, Vitalisierung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beitragen zu können, sind zahlreiche Maßnahmen nötig. Dazu zählt zentral der Erweiterungsbau, der das Gebäude architektonisch attraktiv und in Richtung Stadt öffnet. Durch eine intelligente Lichtinstallation oder ein digitales Kulturschaufenster soll zudem die Sichtbarkeit der Zentralbibliothek im öffentlichen Raum verbessert werden. Außerdem sollen die Ausstattung und das Angebot an die heutigen Anforderungen und Nutzungen einer Bibliothek angepasst werden und ein Bibliothekscafé entstehen.

Dabei versteht sich die neue Bibliothek als „Grüne Bibliothek“ – insbesondere auch hinsichtlich des Angebotes. So entstehen unter anderem ein offener Garten und ein RepairCafé, Ladestationen für E-Bikes und offene Werkstätten. Zur Energieversorgung wird auf Solarzellen und einen ausgeprägten Ressourcenschutz gesetzt.



Facts & Figures

18.201.717 Euro Gesamtinvestition
davon
9.100.859 Euro EFRE Fördermittel
4.248.281 Euro NRW Landesmittel


Projektpartner

Stadt Mönchengladbach


Schwerpunkt

Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft


Laufzeit

29.11.2019 bis 30.06.2023