Eine neue Freizeitanlage für Westerholt

Die Umgestaltung eines Sportplatzes in eine öffentlich zugängliche Freizeitanlage mit generationenübergreifenden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten einschließlich eines neuen Kunstrasenplatzes, den Neubau eines Umkleidegebäudes als Ersatz für ein marodes Gebäude und die energetische Sanierung der Sporthalle – all das ist in Herten durch EFRE möglich gemacht worden.

Aus einem Sportplatz für Vereine wird in Herten eine öffentliche Freizeitanlage als wichtiger Baustein des örtlichen Präventionskonzepts – möglich gemacht durch eine Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit der Umsetzung des Vorhabens rückt vor allem die Integration unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen mit Hilfe des Sports in den Fokus. Durch die Öffnung des bisherigen Sportplatzes für die Allgemeinheit wird eine Lücke im Angebot in den Ortsteilen Westerholt und Bertlich geschlossen.

Die gesamte Maßnahme „Freizeitanlage Westerholt" gliederte sich in drei unterschiedliche Teilbereiche: Die Umgestaltung des Sportplatzes Westerholt in eine öffentlich zugängliche Freizeitanlage mit generationenübergreifenden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten einschließlich eines neuen Kunstrasenplatzes, den Neubau eines Umkleidegebäudes als Ersatz für ein marodes Gebäude und die energetische Sanierung der Rückwand der Sporthalle Westerholt.

Die Beteiligung der vor Ort ansässigen Sportvereine, Schulen, Anwohner der Anlage und Politik erfolgte bereits in einem frühen Stadium. In den Workshops wurden Ideen und Vorschläge zur Gestaltung gesammelt. Das von der Stadt Herten beauftragte Planungsbüro erstellte auf dieser Basis eine Planung, die Ende Oktober 2016 öffentlich vorgestellt wurde. Einen Monat später erfolgte der Baubeschluss durch den Rat der Stadt Herten. Unter Berücksichtigung des laufenden Spielbetriebes der ansässigen Vereine gab es ein knappes Jahr später den offiziellen Spatenstich.

Moderne Spielflächen wie ein Beachspielfeld, aber auch die Möglichkeit verschiedene Sportarten wie Basketball, Slackline, Laufen und Skaten auf der beleuchteten Laufbahn auszuüben, sollen insbesondere Kinder und Jugendliche ansprechen und zu aktiven Besuchern der Anlage machen. Auf diese Weise wurde ein kostenfreies Angebot geschaffen, das unabhängig von der sozialen Situation und nicht vereinsgebunden durch alle Bevölkerungsschichten genutzt werden kann. Gleichzeitig soll den Defiziten im Gesundheitsbereich (übergewichtige Kinder und Jugendliche) entgegengewirkt werden.

Gut gestaltete Freiräume zwischen den einzelnen Elementen fördern die Begegnung und laden zumAustausch ein. Durch den Bau einer 75-Meterlaufbahn und einer Sprunggrube bietet die Anlage auch den anliegenden Schulen die Möglichkeit, hier den Schulsport durchzuführen. Der Neubau der Umkleidegebäude und die energetische Sanierung der Rückwand der Sporthalle Westerholt runden das Angebot der Freizeitanlage ab. Anstelle von maroden Gebäuden entstehen ansprechende und auf den neusten energetischen Standard gebrachte Gebäude. Nach 18-monatiger Bauzeit wurde die neue Freizeitanlage Anfang April 2019 der Öffentlichkeit und den Nutzern übergeben, vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Nordrhein-Westfalen (bdla nw) wurde das Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten aus Essen 2020 für die Gestaltung der Freizeitanlage mit dem nrw.landschaftsarchitektur.preis ausgezeichnet. „Mit einem gestalterisch hochwertigen und ansprechenden Konzept mit unkonventionellen Details werden hier Barrieren eingerissen und Räume und Angebote für verschiedenste Nutzer- und Altersgruppen geschaffen“, begründete die Jury unter dem Vorsitz von Professor Gerd Aufmkolk ihre Entscheidung.



Facts & Figures

3.115.000  Mio Euro Gesamtinvestition
davon:
1.557.500 Euro EFRE Fördermittel
727.000 Euro NRW Landesmittel


Projektpartner

Stadt Herten


Schwerpunkt

Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft


Laufzeit

01.09.2015 - 31.09.2019