EFRE-Förderaufruf „NRW-Patent-Validierung“

Ziel des Förderprogramms ist die Steigerung der Anwendungsreife von Hochschul-Erfindungen und deren anwendungsorientierte Validierung zur Verbesserung der Verwertungschancen durch Lizenzierung, Verkauf oder durch eine Ausgründung aus der Hochschule. Dies erscheint erforderlich, da Erfindungen und Patente ihrer Zeit oft so weit voraus sind, dass es den Unternehmen zu risikoreich ist, vor dem proof-of-concept in sie zu investieren. Mit diesem Förderansatz soll das Innovationspotenzial der NRW-Hochschulen gehoben und Hochschul-Know-how der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anwendung zugeführt werden. Die zu fördernden Vorhaben sollen Beiträge zur Umsetzung der NRW-Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ leisten.

Gefördert werden können Projekte von Hochschulen (Hochschul-Erfinder/innen) zur Weiterentwicklung von Hochschul-Erfindungen/-Patenten mit relevantem Marktpotenzial. Dies umfasst sowohl die Erstellung eines proof-of-concepts wie auch die Entwicklung von Prototypen. Damit soll die Verwertung von Hochschulerfindungen und Hochschul-Knowhow, abgesichert durch Patente, unterstützt werden.

Die Fördermittel (Zuschussförderung) können für Vorhaben mit einem Förderzeitraum von längstens 24 Monaten für folgende Ausgaben beantragt werden:

  • Personalpauschalen für direkt dem Projekt zugeordnetes zusätzliches Personal in den antragstel-lenden Hochschulen sowie
  • Gemeinausgabenpauschalen
  • Projektspezifische Sach- und Materialausgaben
  • Investitionen sowie Ausgaben für Fremdleistungen

Das Förderprogramm „NRW-Patent-Validierung“ sieht ein einstufiges Antragsverfahren vor. Auf Grundlage der Antragsunterlagen schlägt ein unabhängiges Gutachtergremium eine Auswahl von förderungswürdigen Projekten für das Bewilligungsverfahren vor. Die anschließende Bewilligung der Fördervorhaben wird von der Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführt.

Die zweite Ausschreibungsrunde ist bereits abgeschlossen, es wurden 25 Vorhaben eingereicht. Elf Projekte hat die Jury jetzt zur Förderung empfohlen. Ihnen steht eine Fördersumme von insgesamt zwei Millionen Euro für eine Projektlaufzeit von zwei Jahren zur Verfügung.

Übersicht über die zur Förderung vorgeschlagenen Vorhaben der zweiten Einreichungsrunde:

  • Fachhochschule Aachen: Mikrowellen-Zündkerze für neue Magermotoren
  • RWTH Aachen: Extrakorporale Kohlenmonoxid-Entgiftung
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Validierung eines diagnostischen Verfahrens zur Quantifizierung und Verlaufskontrolle von nächtlichem Bruxismus
  • Hochschule Düsseldorf: Faseroptisches Körperschallmesssystem zur Rissdetektion und Schadensvorhersage von dünnwandigen Metallstrukturen
  • Universität Duisburg-Essen: Kallikrein-8 als früher Biomarker in der Diagnostik und als Therapie-Target in der Alzheimer-Krankheit
  • Universität zu Köln: Entwicklung und Etablierung eines DMEK Shooters
  • Universität zu Köln: Vim3 zur Differentialdiagnose – Validierung des Nachweises im Gewebe und im Urin, Etablierung eines Testsystems für einen monoklonalen Antikörper
  • Universität zu Köln: Farbtoneinstellung über Interferenz in OLED
  • Hochschule Niederrhein: Faseroptischer Betauungssensor mit Temperaturmessung
  • Hochschule Niederrhein: Eliminierung des Phosphitgehaltes von Abwässern aus der Beschichtungsbranche mittels Stabbündelelektrode
  • Westfälische Hochschule: Validierung eines neuartigen modular aufgebauten Hochdruck-Elektrolysesystems zur Produktion von Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen

 

 

Einreichungsfristen

Die zweite Ausschreibungsrunde ist bereits abgeschlossen. Eine weitere Runde ist für den 31. März 2017 geplant.


Kontakt

Projektträger Jülich/
Forschungszentrum Jülich
Karl-Heinz-Beckurts-Str. 13
52428 Jülich
Dr. Hendrik Vollrath
Tel.: 02461 61-3347
E-Mail: h.vollrath(at)fz-juelich.de