ZiMT - Bessere Kommunikation in Kliniken

ZiMT - Bessere Kommunikation in Kliniken

Wenn technische Geräte in Krankenhäusern und in OP-Sälen mit einem einheitlichen Standard kommunizieren, lassen sich Informationen schneller und leichter transportieren - außerdem können neue Geräte einfacher auf den Markt gebracht werden. Das Projekt ZiMT arbeitet daran, diese Standards zu schaffen.

Im Krankenhaus, im OP-Saal und in der Nachbehandlung muss es schnell, reibungslos und einfach gehen, davon profitieren sowohl die Patienten als auch die behandelnden Ärzte. Das trifft auch auf den Bereich der Daten zu, denn von denen hat jede Klinik eine Menge. Vorbei die Zeiten, in denen Untersuchungsergebnisse und Ordner vorzugsweise handschriftlich übertragen und gepflegt worden sind - heute sind Krankenhäuser vor allem digital. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Untersuchungsergebnisse stehen allen jederzeit und unmittelbar zur Verfügung, Daten können von jedem Rechner aus eingesehen werden und gehen nicht verloren.

Unterschiedliche Datenformate und Standards

Letztlich bedeutet das, dass in jedem Krankenhaus eine Menge Geräte ständig miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Wie in jedem anderen Bereich, vergleichbar etwa mit der Telekommunikationsbranche oder dem Bereich der Computer und Laptops, gibt es auch hier unterschiedliche Datenformate und Standards. Viele Hersteller haben ihre eigenen Systeme, ihre eigenen Verschlüsselungen und ihre eigene Vorgehensweise. Im Umkehrschluss wird die Kompatibilität so herabgesetzt und die eigentlich so wichtige Kommunikation der Geräte untereinander erschwert oder sogar eingeschränkt.

Das Projekt ZiMT möchte genau das ändern, indem es einen offenen Kommunikationsstandard schafft und etabliert. So soll die Voraussetzung für eine sichere und dynamische Vernetzung unterschiedlicher Komponenten in OP-Sälen und Kliniken geschaffen werden. Unmittelbar von diesen offenen Standards profitieren würden auch die Hersteller, denn es verringert ihre Abhängigkeit von den derzeit geltenden Standards und ermöglicht es ihnen, eigene Protokolle anzufertigen und auf dem Markt anzubieten. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen der Medizinbranche, die immerhin rund 95 Prozent des Markts ausmachen, wäre es so auch deutlich leichter, Lösungen und Innovationen zu entwickeln, die schneller als bisher ihren Weg in den vernetzten OP-Saal finden. Das wachsende Angebot würde umgekehrt den Klinikbetreibern mehr Freiheiten bei der Wahl ihrer bevorzugten Produkte geben.

Besser vernetzt - zum Wohle von Patienten und Ärzten

ZiMT steht für "Zertifizierbare integrierte Medizintechnik und IT-Systeme auf Basis offener Standards in Operationssaal und Klinik " und ist ein Verbund unterschiedlicher Unternehmen, zu denen beispielsweise die SurgiTAIX AG aus Herzogenrath, die Localite GmbH aus Sankt Augustin, Beger Design aus Köln sowie der Lehrstuhl für Medizintechnik der RWTH Aachen, die Klinik für Neurochirurgie und die Klinik für Orthopädie des UK Aachen zählen. Sie gemeinsam bauen mit dem Projekt auf bereits erfolgreich abgeschlossenen Vorgängerprojekten auf.

Ihr Ziel ist es nun, diesen offenen Kommunikationsstandard nicht nur festzulegen, sondern auch an die nationalen und internationalen Aktivitäten anzupassen und mit ihnen zu synchronisieren. So – mit einer medizinisch zugelassenen Software – könnten computergesteuerte Medizingeräte im OP schon bald besser untereinander vernetzt sein und miteinander interagieren. Ganz zum Wohle von Patienten, Ärzten und Herstellern.



Facts & Figures

2.244.477 Euro Gesamtinvestition
davon:
1.122.238 Euro EFRE Fördermittel
664.044 Euro NRW Landesmittel


Projektpartner

Beger Design
Lehrstuhl für Medizintechnik an der RWTH Aachen
Localite GmbH
Steute Schaltgeräte GmbH & Co.KG
SurgiTAIX AG
Universitätsklinikum RWTH Aachen


Schwerpunkt

Verbesserung Innovationsfähigkeit von Unternehmen


Laufzeit

01.07.2016 - 30.06.2019