Jugendbegegnungsstätte Stadt Kreuztal

Ein attraktiver Ort für Kinder und Jugendliche

Die Jugendbegegnungsstätte in Kreuztal gehört zu den meist besuchten Jugendtreffs der Stadt. Viele Kinder und Jugendliche nutzen das Angebot, nicht nur um Freunde zu treffen, sondern auch um sich bei persönlichen Problemen helfen zu lassen und sich Unterstützung zu holen. Entsprechend groß ist der Beitrag, den die Einrichtung für die Bereiche außerschulische Bildung, Freizeitgestaltung und Alltagsbewältigung leistet. Das Gebäude selbst ist eine ehemalige Schule aus dem Jahr 1905 und war zuletzt nicht nur aus energetischen Gesichtspunkten stark sanierungs- und modernisierungsbedürftig: Die Räume eng und dunkel, nicht barrierefrei und nach 35 Jahren als Jugendbegegnungsstätte (JBS) in die Jahre gekommen.

Im Stadtentwicklungsgebiet "Stadtmitte" leben rund 1725 Kinder und Jugendliche

Umso erfreulicher für Betreiber und Nutzer ist es daher, dass Umbau und Modernisierung der Jugendbegegnungsstätte Kreuztal eine der ersten baulichen Maßnahmen in Kreuztal gewesen sind, die im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" Ende 2017 im Zusammenhang mit einer EFRE-Kofinanzierung beantragt und bewilligt worden sind. Ziel ist, die JBS baulich, funktional und auch gestalterisch aufzuwerten - und durch die gesteigerte Attraktivität gleichzeitig eine noch größere Zielgruppe anzusprechen. Denn Potenzial und Bedarf sind vorhanden: Im Stadtentwicklungsgebiet "Stadtmitte" leben rund 1725 Kinder und Jugendliche, davon sind 648 Jugendliche im sogenannten "Jugendhausalter". Der Jugendquotient beträgt hier 19,55 Prozent, der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund liegt bei rund einem Drittel.

Ein Aufzug macht das Gebäude barrierefrei

Um eine hohe Akzeptanz und eine besondere Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit den neu gestalteten Räumen zu gewährleisten, wurden im Rahmen der Planung verschiedene Beteiligungsprojekte durchgeführt und die Wünsche und Vorstellungen der künftigen Nutzer soweit wie möglich berücksichtigt. So soll beispielsweise die geschlossene und dunkle Eingangssituation des Hauses durch einen eingeschossigen Erweiterungsbau transparent und einladend gestaltet werden. Der Neubau öffnet sich nach Südwesten zur Innenstadt durch eine Glasfassade mit bodentiefen und großformatigen Glaselementen, die für ausreichendes Tageslicht im Inneren des Gebäudes sorgen. Im Neubau wird eine neue Aufzugsanlage installiert, sie macht das Gebäude barrierefrei. Der Aufzug wird für Rollstuhlfahrer ausgelegt und fährt vom Untergeschoss bis in das Obergeschoss alle Ebenen des Jugendtreffs an.

Insgesamt werden mehr als 1,2 Millionen Euro investiert

Das neue Jugend Cafe verfügt zusammen mit der ehemaligen Disco über 112 Quadratmeter Aktionsfläche, die in verschiedene Bereiche und Nischen im alten Backsteinmauerwerk unterteilt ist. Eine Kleinbühne, Theke und Sitzgruppenmobilar bieten einen attraktiven und lebhaften Begegnungs- und Aufenthaltsort an. Der neue Jugendraum öffnet sich durch eine großzügige Verglasung zur Terrasse.

Insgesamt werden für das Projekt in Kreuztal mehr als 1,2 Millionen Euro investiert. Im Frühjahr 2018 ist mit den Entkernungsarbeiten im Gebäude begonnen worden, bis August 2018 wurde ein Anbau als Rohbau errichtet und fertiggestellt. Nach den Installationsarbeiten für Strom, Wasser Gas und Heizung und Malerarbeiten wurde die Flachdachfläche des Anbaus mit einem Gründach und einer Dachterrasse ausgestattet. Die Außenanlagen mit der Errichtung eines Terrassenpodestes und einem barrierefreien Zugang ins Gebäude folgten als nächster Schritt. Die Übergabe des fertig sanierten Gebäudes ist zum Ende der Sommerferien 2019 geplant.



Facts & Figures

1.215.000 Euro Gesamtinvestition
davon:
607.500 Euro EFRE Fördermittel
101.249 Euro NRW Landesmittel


Projektpartner

Stadt Kreuztal


Schwerpunkt

Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft


Laufzeit

04.10.2017 - 30.09.2021