Football is coming home - Themenroute FußballKultour

Football is coming home - Themenroute FußballKultour

Fußball ist Kultur – und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung ganzer Regionen. Besonders auf Nordrhein-Westfalen trifft das zu, denn hier haben viele Top-Clubs ihre Heimat. Entsprechend folgerichtig hat der Europäische Fonds für Kulturelle Entwicklung (EFRE) das Projekt „Themenroute FußballKultour“ gefördert, das seit 2010 Besucher an zentralen und für die Fußballgeschichte relevanten Punkten des Landes vorbeiführt und so zur regionalen Wertschöpfung beiträgt.

Es gibt einige Regionen, die behaupten, dass sie die Heimat des Fußballs sind: manche aus nachvollziehbaren, andere eher aus Marketinggründen. Was die schönste Nebensache der Welt betrifft, ließe sich dabei auch durchaus mit Recht Nordrhein-Westfahlen als Heimat ins Feld führen – die Leidenschaft, die Bedeutung für die Region und die Menschen sowie die Dichte von Vereinen und die Anzahl an aktiven Fußballern sprechen dafür. Und mehr noch: Aktuell kommen fünf der deutschen Erstligisten aus NRW, durchschnittlich haben ein Drittel der Bundesligavereine hier ihre Heimat und nicht weniger als 18 Clubs sind in der ewigen Bundesliga-Tabelle vertreten.

Da ist es nur folgerichtig, dass auch die „Themenroute FußballKultour“ hier ihren Schwerpunkt hat. Das Projekt ist als Sieger des Wettbewerbs „Erlebnis.NRW“ hervorgegangen und erhielt eine Fördersumme in Höhe von 1,72 Millionen Euro aus dem NRW-EU Ziel 2-Programm (EFRE). Beginnend im Jahr 2008 wurde zwischen Aachen und Bielefeld eine touristische Erlebnisroute entlang aktueller und historischer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen sowie an Orten mit Fußballgeschichte entwickelt. Radfahrer können auf einer Länge von 550 und Autofahrer auf einer Länge von 650 Kilometern unter der Berücksichtigung urbaner Highlights „FußballKultour“ erfahren und mitfühlen.
„Die besondere Innovation des Projekts liegt in der thematischen Verknüpfung von Kultur und Fußball-Sport sowie den Zukunftsperspektiven für zusätzliche touristische Wertschöpfung“, erläutert
Dr. Gregor Gdawietz, Geschäftsführer des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbands (WFLV) und geistiger Vater der Deutschen Fußball Route NRW. Seine Idee. „Zudem setzen wir auf den Einsatz neuester Technologien“, ergänzt er mit Blick auf das mobile GPS-basierte Besucherinformationssystem, das die Besucher durch die insgesamt beteiligten 15 Städte der Route führt.

Ein Punkt, an dem die Fußball Route vorbeiführt, ist der Borsigplatz in Dortmund. Es ist kein Zufall, dass der Platz an die malerischen Rundplätze in Paris erinnert, sondern architektonisch so gewollt. Der denkmalgeschützte Borsigplatz ist die offizielle Heimat des BVB und somit nicht nur ein zentraler Punkt der Route, sondern steht auch lokal für ein bedeutendes Stück Stadtgeschichte. Beim Blick Richtung Norden springt ein 2003 renoviertes Gebäude auf der Ecke ins Auge. Das "Haus mit Türmchen" auf der Oesterholzstraße 51 ist eine gewagte Mischung aus Historismus und Jugendstil und war bis in die 50er-Jahre hinein als Heimat des legendären Tanz- und Festlokals "Concordia" ein gesellschaftlicher Mittelpunkt des Borsigplatzes. Heute ist der Borsigplatz bei der Masse der Menschen auch außerhalb Dortmunds berühmt: Nirgendwo sonst werden die großen Erfolge der Borussia inbrünstiger gefeiert als hier.
„Die hohe Wertschätzung und die Begeisterung für den Fußball sowie die mit ihm verbundene Emotionalität beinhalten in besonderem Maße eine positive Aufladung für das Image“, sagt Gdawietz. Für den Tourismus- und Sportstandort NRW ergibt sich so ein einzigartiges und völlig neuartiges Angebot: Das Industrieland NRW wird unter einem durchweg positiv besetzten und auch international wirksamen Thema bereisbar gemacht. So entstehen bislang ungenutzte und nachhaltige Zugänge zu den touristischen Attraktionen im Land.

Nach den Berechnungen der FH Gelsenkirchen lässt sich die Folge dieses innovativen Angebots auch in Zahlen fassen: Die Wissenschaftler erwarten eine regionale Wertschöpfung von 6,3 Millionen Euro pro Jahr, was 211 Jahresarbeitsplatzäquivalenten entspricht. Damit schafft es das Projekt, ganz im Sinne der EFRE-Förderung, Regionen mit Entwicklungsrückständen und Strukturproblemen zu unterstützen und zu fördern sowie einen Beitrag zu leisten, mit dem Städte und Quartiere noch lebenswerter gestaltet werden.

 

 

 

 


Kontakt

Deutsche Fußball Route NRW e.V.
Dr. Gregor Gdawietz
Tel. 0203/7172-102
www.dfr-nrw.de