Steigerung von innovativen und wachstumsstarken Unternehmensgründungen (Spezifisches Ziel 3)

In NRW gibt es zu wenige Gründungen mit Innovations-, Wachstums- und Beschäftigungspotenzial.Diese sollen im Rahmen dieses spezifischen Ziels 3 besonders gefördert und begleitet werden. Die Schlagworte lauten: mehr Gründungspotenzial und Unternehmergeist, weniger Verwaltungsaufwand für Gründungen, ein besseres Gründungsklima in NRW.

Den Trend zu weniger Gründungen kann man nicht von heute auf morgen drehen – aber das OP EFRE NRW will dazu beitragen, diesen Trend abzuschwächen.

Was wird gefördert

Das spezifische Ziel 3 hat drei Förderschwerpunkte.

Bei der Förderung innovativer Gründungen geht es unter anderem um die gezielte Vorbereitung von Gründungen – insbesondere auch aus der Wissenschaft. Ideen für innovative Produkte und Dienstleistungen sollen zu unternehmerischer Reife weiterentwickelt werden. Die Anschlussfinanzierung von solchen Vorhaben, die unternehmerischen Erfolg versprechen, soll über einen so genannten „Brückenfonds“ erfolgen, der im Vorfeld bestehender marktnaher Finanzierungsinstrumente agieren soll. Ebenfalls im Blick sind Gründungen im Handwerk, denn auch hier hat sich gezeigt: Neue Handwerksbetriebe bringen neue Arbeitsplätze.

Im Bereich der Begleit- und Kommunikationsmaßnahmen stehen Coaching, Mentoring und Qualifizierung im Mittelpunkt. Darüber hinaus ist angestrebt, Hochschulgründerverbünde zu initiieren, die alle Interessierten dabei unterstützen und informieren, Ausgründungen aus der Hochschule voranzutreiben. Geplant sind außerdem Gründungswettbewerbe, um die besten Unterstützungsprojekte für Gründerinnen und Gründer zu identifizieren.

Dass gerade anspruchsvollere und größere Gründungen häufig mit erheblichen administrativen Anforderungen konfrontiert sind, ist kein Geheimnis. Daher will das OP EFRE NRW seinen Beitrag leisten, zum Beispiel durch den Ausbau elektronischer Antragsverfahren (E-Government) den Aufwand für die Gründerinnen und Gründer zu verringern, Genehmigungszeiten zu verkürzen und damit einen Beitrag zum Abbau von administrativen Gründungshemmnissen zu leisten. 

Wer wird gefördert

Gefördert werden

  • im Bereich Förderung von innovativen Gründungen und von Gründungen mit Wachstumspotenzial Gründerinnen und Gründer, Beratungsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
  • im Bereich Begleit- und Kommunikationsmaßnahmen Gründerinnen und Gründer, Beratungs- und Kommunikationsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderungseinrichtungen und Kammern.
  • im Bereich Abbau von administrativen Gründungshemmnissen Kammern, Kommunen und Wirtschaftsförderungseinrichtungen, IT-Dienstleister.

Ziele bis zum Jahr 2023

Im Rahmen vom spezifischen Ziel 3 der Projektachse 2 sollen insgesamt

  • 15.750 Unternehmen eine Unterstützung erhalten
  • 5.250 Unternehmensgründungen finanziell unterstützt werden.
  • 10.500 Unternehmen eine Gründungsberatung erhalten.
  • 14.700 Arbeitsplätze entstehen.

Insgesamt will das OP EFRE mit der Förderung das landesweite Ziel unterstützen, 60.000 Unternehmensgründungen bis zum Jahr 2023 in NRW zu erreichen.