Umfassende Lebens- und Orientierungshilfe für junge Menschen – Förderzentrum für personale und berufliche Integration in Dortmund

Die Problemursache ist keine neue Erkenntnis: Wem es an (beruflicher) Qualifikation mangelt, der hat es extrem schwer, in der Gesellschaft einen Platz zu finden, mit dem er ein eigenbestimmtes Leben führen kann. Der Lösungsansatz des Dortmunder Jugendhilfe-Zentrums St. Vincenz ist dagegen ein neuer.

„Wir rücken nicht allein die berufliche Weiterbildung in den Fokus unseres Programms, denn das greift in vielen Fällen definitiv zu kurz“, sagt Hans-Josef Langesberg, Geschäftsführer des Zentrums. „Vielmehr wählen wir einen Ansatz, der junge Menschen erst einmal emotional stabilisieren und für die Integration in einen Gemeinschaftskonsens befähigen soll.“ Der Einstieg in das Berufsleben über Qualifizierungsmaßnahmen und niederschwellige Arbeitsangebote folge parallel.

Damit will das St. Vincenz Zentrum gerade in sozialen Problemzonen bessere Grundlagen schaffen, Jugendliche und junge Erwachsene auf die Herausforderungen des Arbeitsmarkts und die berufliche Qualifizierung vorzubereiten. „Bei unserem Projekt zielen wir auf benachteiligte Menschen unter 25 Jahren, die beschäftigungslos sind und ihren Alltag meist unstrukturiert verbringen“, so Langesberg. „Durch das Förderzentrum sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigt werden, in haushaltsnahen Dienstleistungsbereichen, etwa Hauswirtschaft, Haustechnik oder Gartenpflege, praxisbezogene Kompetenzen zu erwerben.“ Letztlich ziele die Zentrumsarbeit darauf ab, die Projektbeteiligten in Nischen des Arbeitsmarkts unterzubringen, wo sie qualifiziert eingesetzt werden können und so nachhaltig Organisation in ihren Alltag und in ihr Leben bringen können.

Ansässig in der Dortmunder Nordstadt und damit in einem Gebiet, das von strukturellen Defiziten geprägt ist, erweitert das St. Vincenz-Zentrum mit diesem Ansatz sein Angebot, umfassende und intensive Hilfe für junge Menschen mit verfestigten Störungsbildern zu leisten. Zu Wohn- und Betreuungsformen, Mutter-Kind-Angeboten, psychotherapeutischen oder pädagogischen Maßnahmen kommt Ende des Jahres 2011 nun das berufsbildende Projekt „Förderzentrum für personale und berufliche Integration in Dortmund“ hinzu.

Dabei kann sich Langesberg mit seinem Team der breiten Unterstützung der Stadt Dortmund, des Caritas-Verbandes für das Erzbistum Paderborn, des LWL und des Landes NRW sicher sein. Aus dem Fördertopf des EFRE-Fonds erhält das St. Vincenz-Jugendhilfe-Zentrum für die kommenden zwei Jahre 463.250 Euro und somit die Hälfte der veranschlagten Kosten.

„Neben der Qualifizierung junger und benachteiligter Menschen, haben wir mit unserem Förderzentrum für personale und berufliche Integration auch strukturpolitisch eine Bedeutung für die Stadt und für die nähere Region“, will Langesberg mit seiner Arbeit nicht in der Dortmunder Nordstadt stehen bleiben. Das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum wird seine Konzeptionen und seine baldigen Erfahrungen auch anderen Organisationen zugänglich machen und in Kooperationen zur Weiterentwicklung kombinierter und gezielter Sozialmaßnahmen für den Einstieg in ein geregeltes Erwerbsleben beitragen.


Kontakt

St. Vincenz
Jugendhilfe-Zentrum e.V.
Hans-Josef Langesberg
Oesterholzstraße 85-91
44145 Dortmund
www.vincenz-jugendhilfe.de