Projektaufruf Forschungsinfrastrukturen.NRW

Quelle: NicoElNino/iStock/Thinkstock

Exzellente Forschungsinfrastrukturen sind für die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts NRW unabdingbar. Sie sind die Grundlage für bahnbrechende Forschung und Entwicklung. Sie sind auch ein Grund dafür, dass Fachleute aus der ganzen Welt nach Nordrhein-Westfalen kommen, um hier zu forschen.

 

Mit dem Projektaufruf „Forschungsinfrastrukturen“ will das Land das umsetzungsorientierte Forschungs- und Innovationspotenzial sowie die anwendungsorientierte Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation erhöhen. Daher ist es wichtig, die vorhandenen Strukturen nachhaltig und intelligent weiterzuentwickeln – hin zu eine umsetzungsorientierten, auf die Anwendung und Verbreitung von Lösungen ausgerichteten System. Die nordrhein-westfälische Landesregierung verfolgt mit ihrer Innovationsstrategie und der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ die nachhaltige Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen in NRW, insbesondere der KMU.

Dabei werden insbesondere Einrichtungen und Forschungsvorhaben gefördert, die mit ihrer Tätigkeit einen Beitrag zur nachhaltigen Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und zur Stärkung der Wirtschaft in den Leitmärkten leisten. Dabei ist von vornherein zu beachten, dass in der Projektlaufzeit eine angemessene anteilige Eigen- und Drittmittelfinanzierung der gesamten Forschungsinfrastruktur und/oder Forschungskapazitäten erfolgt.

Gefördert werden sollen in Übereinstimmung mit dem OP EFRE NRW:

  • umsetzungsorientierte Forschungsstrukturen und Forschungskapazitäten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • Kompetenz- und Anwendungszentren im Rahmen von Kooperationsmodellen mit Unternehmen
  • der Auf- und Ausbau von F&E-Einrichtungen der Wirtschaft
  • Kooperationen im Sinne "virtueller Einrichtungen", sofern zusätzliche Kompetenzen aufgebaut werden

Gefördert werden können Einzel- und/oder Verbundvorhaben zur Durchführung von FuE und/oder zur Anschaffung von Geräten, Anlagen und dafür erforderliche bauliche Maßnahmen (Investitionen).

Es ist ein zweistufiges Antragsverfahren vorgesehen. Grundlage der Förderung ist ein von einem Gutachtergremium positiv bewertetes Konzept zum Auf- oder Ausbau einer Forschungsinfrastruktur und/oder von Forschungskapazitäten. Auf Grundlage der eingereichten Konzepte schlägt ein Gutachtergremium eine Auswahl von vielversprechenden Konzepten für Forschungsinfrastrukturen und -kapazitäten für das weitere Verfahren vor. Die Bewerber, deren Konzepte positiv bewertet wurden, werden zur Antragstellung aufgefordert. Die Bewilligung der Fördervorhaben wird von der örtlich zuständigen Bezirksregierung durchgeführt.

Das Förderprogramm begann 2016 und sieht bis einschließlich 2018 bis zu fünf Einreichungsrunden zur Vorlage von Konzepten vor. Die Abgabefrist für die zweite Runde ist der 31. März 2017.

Es wird allen Interessierten empfohlen, sich im Vorfeld vom Projektträger Jülich beraten zu lassen.

 
Die Gewinner des Wettbewerbs der 1. Runde

Das Auswahlgremium hat in der ersten Wettbewerbsrunde 2016 18 Bewerbungen zur Förderung empfohlen. Die Gewinner werden von den zuständigen Bezirksregierungen zur Antragstellung aufgefordert:

Auswahlgremium hat in der ersten Wettbewerbsrunde 2016 18 Bewerbungen zur Förderung empfohlen. Die Gewinner werden

  • Aachener Center für Optikproduktion (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie Aachen)
  • Aufbau einer Forschungsinfrastruktur – das Center for Applied Data Science Gütersloh (Fachhochschule Bielefeld)
  • Drug Discovery Hub Dortmund am ZIW - Translation akademischen Know-hows in die Anwendung (TU Dortmund)
  • Etablierung einer Forschungseinrichtung zur Produktion, Konzentrierung und Reinigung viraler Vektoren und Virus-Like Particles (VLPs) zur Anwendung in Gentherapie-, Impfstoff- und Antikörperentwicklung (TH Köln)
  • FutureLab NRW: Digitalisiertes Modelllabor für die miniaturisierte instrumentelle und wirkungsbezogene Analytik der Zukunft (Institut für Energie und Umwelttechnik Duisburg)
  • Hochgenaue digitale Verkehrserfassung (RWTH Aachen)
  • Innovative multifunktionale erweiterte Messtechnische Zustandserfassung für Asphaltstraßen auf Basis des Traffic Speed Deflectometer (Bergische Universität Wuppertal)
  • Kompetenzschwerpunkt Biobasierte Produkte (Universität Bonn)
  • Kompetenzzentrum Wald und Holz 4.0 (RIF e.V. Dortmund)
  • Kompetenzzentrum Virtuelles Institut - Strom zu Gas und Wärme (Gas- und Wärme-Institut Essen)
  • Living Lab Gebäudeperformance (Universität Wuppertal)
  • Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Forschungsinfrastruktur des Automotive Center Südwestfalen um Einrichtungen und Personal im Technologiefeld "Generativer Leichtbau" (Automotive Center Südwestfalen GmbH Attendorn)
  • Quick Innovation in Catalysis (RWTH Aachen)
  • Sichere Sensor-Applikationen in der intelligenten Stadt (IMST GmbH Kamp-Lintfort)
  • Smart Wind Park Laboratory (Ruhr-Universität Bochum)
  • Studie zu infrastrukturellen und prüftechnischen Anforderungen bei Mischbeanspruchungen zur Evaluierung der Isolationskoordination für HGÜ-Netze (TU Dortmund)
  • Urban Energy Lab 4.0 (RWTH Aachen)
  • Virtuelles Institut "Smart Energy" zur Erhöhung des umsetzungsorientierten Forschungspotenzials in NRW im Kontext der Digitalisierung der Energiewirtschaft (Universität Münster)

Informationsveranstaltungen

Zur 2. Runde der Förderinitiative "Forschungsinfrastrukturen" findet eine zentrale Informationsveranstaltung statt.
Termin ist der 01. Februar 2017, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW
Völklinger Str. 49, 40221 Düsseldorf, Medienraum A/B

Ab sofort ist das Anmeldetool für die zentrale Informationsveranstaltung online zugänglich unter:
https://Services.ptj.de/forms/fis-feb2017 und wir informieren über unsere Seite https://www.ptj.de/forschungsinfrastrukturen über die Veranstaltung.


Einreichungstermine und Ergebnisse

Nächste Einreichungsfrist:
31. März 2017


Ansprechpartner

Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich

Dr. Dieter Labruier
Tel.: 02461 61-4046
E-Mail: d.labruier(at)fz-juelich.de

Dr. Katharina Händeler
Tel.: 02461 61-9570
E-Mail: k.haendeler(at)fz-juelich.de
www.ptj.de/forschungsinfrastrukturen


Infoveranstaltungen

Zur zweiten Runde des Wettbewerbs Forschungs- infrastrukturen findet am 01. Februar 2017 von 11 bis 13 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den Zielen, den Inhalten und den Förderbedingungen statt.
Veranstaltungsort:
Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW
Völklinger Str. 49
40221 Düsseldorf, Medienraum A/B

Downloads