Entwicklung und Aufbereitung von Brach- und Konversionsflächen zu stadtentwicklungspolitischen bzw. ökologischen Zwecken (Spezifisches Ziel 13)

Der Bergbau in NRW geht dem Ende zu und zahlreiche Militärstützpunkte werden aufgegeben. Viele (oft erheblich belastete) Flächen und auch viele leerstehende Gebäude warten auf eine neue Bestimmung. Integrierte kommunale Konzepte sollen neue Perspektiven für wirtschaftliche Zwecke, für Dienstleistungen, Freizeit und Erholung sowie zur Verbesserung der Umwelt schaffen.

NRW strebt eine weitere Reduzierung des Flächenverbrauchs an. Etwa 15 Hektar werden täglich in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Das landespolitische Ziel ist es, den Verbrauch bis zum Jahr 2020 auf höchstens 5 Hektar zu reduzieren. Langfristig soll der Flächenverbrauch auf null sinken. Deshalb ist es wichtig, Brachflächen und leerstehende Gebäude neuen Nutzungen zuzuführen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden können die Entwicklung und Erstellung und Umsetzung innovativer Nutzungskonzepte (zum Beispiel Studien, Gutachten) und Sanierungs- sowie  Aufbereitungsmaßnahmen. Gefördert werden können auch die für die Durchführung der Maßnahmen erforderlichen Gefährdungsabschätzungen und Sanierungsuntersuchungen sowie Rückbaukonzepte. Bei der Förderung von Maßnahmen der Altlastensanierung ist das Verursacherprinzip zu beachten.

Die Förderung erfolgt über Projektaufrufe an Kommunen. Gefördert werden nur Vorhaben, die Bestandteil eines integrierten kommunalen Handlungskonzeptes sind. Ziel der Maßnahmen ist die Nutzbarmachung von Brachen und leerstehenden Gebäuden, insbesondere solche mit baukulturellem Wert, in Quartieren, Städten und Stadt-Umlandverbänden zur Beseitigung von Hemmnissen für die Stadtentwicklung und für ökologische Ziele. Angestrebt werden neue innovative Nutzungen für wirtschaftliche Zwecke, für neue Dienstleistungen, Freizeit und Erholung sowie für grüne Infrastrukturen.

Wer wird gefördert?

Zuwendungsempfänger können Kommunen und kommunale Eigenbetriebe, öffentliche Einrichtungen, Entwicklungsgesellschaften sein

Ziele bis zum Jahr 2023

  • 80 Hektar Gesamtfläche sollen saniert werden.

Insgesamt will das OP EFRE mit der Förderung das landesweite Ziel unterstützen, die durchschnittliche tägliche Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsflächen in NRW auf 5 Hektar zu senken.